„MONUMENT“ / „МОНУМЕНТ“   –   gewöhnlich der Ausdruck für ein Machwerk besonderer Dimension, egal welcher Art.    Eine solche nahm der Begriff auch im System der Gefechtsbereitschaft der Staaten des Warschauer Vertrages ein. Hinter ihm verbarg sich das zentrale Alarmierungssystem des Stabes der Vereinten Streitkräfte. Es wurde eingeführt in der Mitte der 80er Jahre und erfasste alle Generalstäbe und den Hauptstab der NVA. Die Hauptaufgabe des Systems, Überführung der Streitkräfte des Warschauer Vertrages in eine höhere Stufe der Gefechtsbe- reitschaft mittels codierter Signale unter Nutzung bestehender draht- und funkgebundener Nachrichtenverbindungen sowie der Organisation neuer Funkverbindungen. So wurde das Funknetz 4351 neben dem bestehenden Funknetz 80 als reines Funkem- pfangsnetz vom Stab der Vereinten Streitkräfte neu organisiert. Gleichzeitig wurden die Dringlichkeitsstufen für die Übermittlung aller Arten von Informationen neu definiert. Von nun an hatte die Dringlichkeitsstufe „MONUMENT“ oberste Priorität. In den Nachrichtenzentralen der Generalstäbe und des Hauptstabes der NVA waren besondere Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit für den Empfang der Signale „MONUMENT“ gefordert. Ihre Umsetzung erfolgte in der Nachri- chtenzentrale „Wostok“  des  MfNV  durch den Einsatz von technischen Gerä- ten zur Aufzeichnung der Signale sowie der Ankündigung des Eingangs dieser beim  Diensthabenden der  Nachrichtenzentrale (DNZ)  und beim Operativen Diensthabenden (OpD) des Ministeriums für Nationale Verteidigung der DDR.  Dazu wurden bei den Diensthabenden eine Quarzuhr, eine optische und akus- tische Anzeige sowie ein Aufzeichnungsgerät (Tonbandgerät) installiert. Die Ankündigung der Signale „MONUMENT“ in den Funknetzen mit dem Mor- sezeichen viermal  „x“  führte  zum  automatischen Einschalten der Aufzeich- nungstechnik an den Funkerarbeitsplätzen.      Mittels Signaltaste setzten die Diensthabenden Gefechtsposten (DGP)  die speziell bei den Diensthabenden installierte Technik zur Überwachung in Gang, was bei denen die Unterbre- chung jeglicher laufenden Aufgaben veranlasste. Der Empfang der Signale und deren Durchlauf bis zum Empfänger hatte ober- ste Priorität. Auf den gedeckt arbeitenden Fernsprech- und Fernschreibverbindungen wurde der Empfang des Signals mit “Signal Monument” angekündigt. Über geschaltete Wech-selsprechverbindungen wurden die Signale nach dem Empfang von den DGP direkt dem Diensthabenden im Ope-rativen Führungszentrum des Ministeriums für Nationale Verteidigung zugesprochen.  Per Rohrpostzentrale wurden die Signale nachgereicht. Der Operative Diensthabende des MfNV hatte das Schlüsselwort des Signals auf seine Bedeutung hin auszuwerten und bei ge- gebenen Anlass über das Alarmierungssystem  “Schnur” die NVA zu alarmieren.  Der Empfang des Signals war durch den OpD über gedeckt arbeitende und drahtgebundene Nachrichtenverbindungen beim Stab der Vereinten Streitkräfte in Moskau zu be- stätigen. Inhaltlich setzte sich das Signal aus einem Schlüsselwort und einer Landeskennung zusammen. Die Bereitschaft zum Empfang der Signale wurde periodisch vom Stab der Vereinten Streitkräfte überprüft.  Alarmierungssystem der Vereinten Streitkräfte in der Nachrichtenzentrale “Wostok” des MfNV  Monument  FuN 4351  Fernschreib  FuN 80 Anmerkung in eigener Sache (12.11.2011) erstmalig wird “MONUMENT” in seiner Organisation und Durchführung hier beschrieben. Nicht auszuschließen, das infolge Personen darüber publizieren, die weder Kenntnis von dem System, noch damit zu tun hatten. Und das ohne Angabe der Quellen.  Dieser Hinweis sei mir gestattet. Eine Erkenntnis, die in der Praxis Verbreitung findet, leider. Das sei hier klargestellt und gehört zur Wahrheit !        Websiten unter der 2005 - 201 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2017 Zum Alarmierungssystem “Schnur” der NVA findet der Leser Ausführungen in einem Beitrag bei Wikipedia.