OTD / Operativ- Technischer Dienst auf Nachrichtenzentralen/ - stellen Die Anleitung 040/1/009 Organisation des operativ-technischen Dienstes auf Nachrichtenzentralen/ - stellen wurde am 01.12.1982 in der Nationalen Volksarmee in Kraft gesetzt. Sie diente einem Ziel, der Sicherstellung des Informationsaustausches im Interesse der Truppenführung unter allen Gefechtsbedingungen Auf Empfehlung des Stabes der Vereinten Streitkräfte vom Chef des Hauptstabes der NVA erlassen, galten ihre Festlegungen sowohl für stationäre (ortsfeste) als auch mobile Nachrichtenzentralen / - stellen der NVA, der Grenztruppen der DDR und für die Zivilverteidigung der DDR. Spezifische Festlegungen zur Organisation des OTD auf Nachrichtenzentralen/ - stellen in den Teilstreitkräften der NVA, der Grenztruppen und der Zivilverteidigung der DDR waren in eigener Zuständigkeit durchzuführen. Nicht alle Leiter von Nachrichtenzentralen/- stellen und Kommandeure von Nach- richten- und Flugsicherungstruppen, die mobile Nachrichtenzentralen zu entfalten hatten, waren begeistert, Vieles wurde neu definiert, einheitlich geregelt, anders organisiert. In den Nachrichtenzentralen/ - stellen der Teilstreitkräfte der NVA, Grenztruppen und Zivilverteidigung der DDR, in denen spezifische Festlegungen getroffen wurden und zum Wirken kamen, bereitete die Einführung keine Proble- me. Dort wo die spezifischen Festlegungen offensichtlich ausblieben, wird die An- leitung heute als unbrauchbar kritisiert. Es war „Neuland“ und man musste sich daran gewöhnen. Erstmalig und einheitlich in den Koalitionsstreitkräften des Warschauer Vertrages kamen Prinzipien zum wirken, wie z.B.             - der militärischen Schalt- und Betriebsorganisation,       - der Organisation des Betriebsdienstes und des technischen Betriebsdienstes,       - der Sicherstellung des Informationsaustausches, der Befehls- und Meldetätigkeit,       - der Analyse des Zustandes der Nachrichtenverbindungen und des Informationsaustausches,       - der einheitlichen Erarbeitung und Führung der Dokumentation beim Zusammenwirken zwischen den         Nachrichtenzentralen und innerhalb der Nachrichtenzentralen und weiteren. Der operativ-technische Dienst umfasste:       - das Bereitstellen der Nachrichtenkanäle gemäß Schaltbefehl,       - das Betreiben der Nachrichtenverbindungen,       - das Sicherstellen der ständigen Bereitschaft zum Übertragen und Bearbeiten aller Arten von schriftlichen und münd-         lichen Informationen in den befohlenen Zeiten,       - das Sicherstellen des mündlichen Informationsaustausches,       - das Gewährleisten der Einsatzbereitschaft der Nachrichtenausrüstung.   Zielstrebig und erfolgreich wurde die Anleitung in der Hauptnachrichtenzentrale des MfNV der DDR umgesetzt, nachdem erforderliche spezifische Festlegungen erarbeitet waren und ihren Niederschlag in einem Befehl des Leiters zur „Orga- nisation des OTD in der HptNZ“, fanden. Darüber hinaus wurden umfangreiche praktische Erfahrungen in der Zusam- menarbeit mit den Nachrichtenzentralen der Generalstäbe der Koalitionsstreitkräfte, der Nachrichtenzentrale der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland/ Westgruppe der Streitkräfte  (GSSD/ WGS), anderen stationären und Feld- nachrichtenzentralen bei Übungen und Manövern, gesammelt. Zu den wichtigsten Dokumenten zählten neben dem genannten Befehl, das Befehlsschema mit allen erfassten Nachrich- tenverbindungen der Nachrichtenzentrale/ - stelle und die Dienstanweisungen der Diensthabenden Gefechtsposten (Diensthabendes Personal) in den Elementen der Nachrichtenzentrale/ - stelle) Mit der Einführung der Anleitung wurden allen Elementen und Gefechtsposten der Nachrichtenzentrale/ - stelle sowie al- len Diensthabenden (Diensthabendes Personal) der Gefechtsposten nach einem einheitlichen System Nummern zuge- ordnet, mit denen sie während des Betriebsdienstes, der als Gefechtsdienst bezeichnet und durchgeführt wurde, unter- einander und zwischen den Zentralen/ - stellen, kommunizierten. Als ein Beispiel dafür gilt das Original eines Schema der Nachrichtenverbindungen aus der Nachrichtenzentrale „RANET“ des Stabes der GSSD in Wünsdorf..                                                                          Das haben Kritiker aus dem einstigen Nachrichtenbetriebsamt des Kommandos Luftstreitkräfte/ Luftverteidigung (LSK/ LV) bis heute noch nicht erkannt. Sie bemän- geln auf ihrer Webseite das Fehlen einer Postenzuweisung ( z.B. P ...) für Wählnebenstellenanlagen, die wie auch Handvermittlungen (der „Russen“)  eindeutig Elemente der Fernsprechzentrale sind und damit nur dem Posten 200 zuzuordnen waren. Wem denn sonst ?. Infolge „fehlenden Durchblicks“  hat man das in der Hauptnachrichtenzentrale gemacht, so ist auf der Webseite Nachrichtenbetriebsamt zu lesen.      Websiten unter der 2005 - 2 6.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2017 Mit den Bezeichnungen GP 610, GP 220 oder GP 230 sind Gefechtsposten genannt, die den Elementen P 600, P 200 zu- geordnet sind. Entsprechend, die Elemente Funkzentratrale/ Funkempfangszentrale und Fernsprechzentrale. Innerhalb der Elemente die GP 610 / Führungspunkt der Funkempfangs- / Funksendezentrale und Frequenz- Dispatcherdienst und GP-220 Fernsprechvermittlung und GP- 230 Fernsprechtechnik. Die Anleitung führte zu einer neuen Qualität im Gefechtsdienst und beseitigte eine Vielzahl von Schwachstellen beim Zu- sammenwirken von Nachrichtenzentralen/ - stellen. Spezifische Festlegungen allerdings vorausgesetzt. Eine Umsetzung der Anleitung im Verhältnis 1:1 war weder gefordert noch gewollt.