RFN der Partei und RFN der NVA RFN - Schmalband-Richtfunknetz Zwei Richtfunknetze als Führungsmittel. Das in den 1950er Jahren begonnene und später ausgebaute Netz der Partei (SED als Schlussfolgerung aus den Ereignissen um den 17.Juni 1953) und das in der Mitte der 1960er Jahre errichtete Netz der NVA infolge der notwendig gewordenen Anpassung der Führung operativer und territorialer Organe der Landesverteidigung. Beide Netze gin- gen 1984 in den Bestand der Deutschen Post der DDR über und wurden 1990 abgeschaltet. Die Gerüchte um die Netze sind in den letzten Monaten verstummt.  Hier werden die bis heute mehr als geheimnisvollen Netze beschrieben und öffentlich gemacht.  Nach intensiver, kollektiver Recherche über Monate und Jahre sind Details und Strukturen der Netze weitestgehend aufgeklärt. Auszugsweise werden hier Ergebnisse veröffentlicht. Hinweise darauf, dass das Netz der Partei auf Beschlüssen der Sicherheits- kommission des ZK und in der Verantwortung des Innenministeriums errichtet wurde, fanden sich bisher nicht und wurden auch von Zeitzeugen widerlegt. Ach der spätere Nationale Verteidigungsrat der DDR hat sich nicht mit der Errichtung des Netzes der NVA befasst. Betreiber der Netze, vom Anfang bis zum Ende 1990 waren das Zentralkomitee der Partei, die NVA und ab 1984 die Deutsche Post der DDR. Das RFN der Partei Ein Führungsmittel, eigenständig, genutzte drahtgebundene Fernmeldelinien überlagernd, frei von Fernmeldeämtern und Personal volkseigener Einrichtungen. In zwei Netzebenen errichtet. Die Netzebene 1 (bis ca. 1960) verband das Zentralkomitee der Partei mit allen Bezirksleitungen, die Netzebene 2 (bis ca. 1973) alle Bezirksleitungen mit den jeweils zum Bezirk gehörenden Kreislei- tungen. In der Netzebene 1 kamen je Richtung zwei Richtfunkverbindungsgeräte (RGV-934) kleiner Kanalzahl aus dem VEB RAFENA Wer- ke Radeberg zum Einsatz. Ein aktives und ein Reservegerät. Der gleiche Gerätetyp wurde auch für die Übertragung von Zeitungs- drucksätzen in die Bezirke genutzt. In der Regel außerhalb der Bezirksstädte und abseits von Ballungsgebieten und anfänglich in provisorischen Einrichtungen, wurden Bezirksrichtfunkzentralen (BzRFuZ), auch als A 1- Objekte bezeichnet, installiert.   Später, bis 1960 wurden die Provisorien durch Türme in der Ty- penausführung A, ersetzt. Sie waren rechteckig, in der Regel grü- ner Anstrich, manchmal auch holzverschalt, ca. 25 m hoch.  Den Lesern werden diese Türme heute z.T. fälschlicherweise auch als Aufklärungs- und Abhöreinrichtungen des Ministeriums für Staatsi- cherheit, präsentiert. Über diese Türme wurden in der Netzebene 2 die Richtfunkver- bindungen zu den Kreisleitungen der Partei errichtet. Infolge der mitunter großen Entfernungen oder der fehlenden quasioptischen Sicht zwischen Sender und Empfänger, wurden wie auch in der Netzebene 1, Relaisstellen (A2..An-, B2...Bn- und C2...Cn- Objekte) errichtet. Die Bauart der Türme unterschied sich in A-, Rk- und Rp- Objekte. Letztgenanntes waren Objekte der passiven Richtfunkumlenkung, (Umlenkantennen). Jedem Bezirk in der DDR war eine Bezirksschlüsselnummer zugeordnet, die am Anfang der Bezeichnung der Turmobjekt stand. Für den Bezirk Suhl war es z.B. die Nummer 11, bedeutet, die BzRFuZ Suhl trug im Netz die Bezeichnung 11A1, die Bezirksleitung der Partei die 11L1, eine Relais- stelle (bewacht) die 11A2, eine Relaisstelle (unbewacht) die 11B2 und eine Umlenkantenne die 11C2 In der Phase der Errichtung der zweiten Netzebene richtete sich die Armeeführung mit der Bitte an das Zentralkomitee (ZK) der Partei, Strukturen des vorhandenen Netzes mit dem Ziel der Verwirklichung einer effektiveren Führung zu nutzen. Veränderungen in der Struktur der NVA und umfassende Aufgaben in den territorialen Organen der Landesverteidigung machten diesen Schritt er- forderlich. Die NVA wurde Kooperationspartner der Partei. Mehr dazu von einem ehemaligen Leiter einer Bezirksrichtfunkzentrale der Partei. Das RFN der NVA Inbetriebnahme 1969. Im Zentrum die Hauptrichtfunkzentrale (HptRFuZ) im Forst Stülpe. In den Territorien der Militärbezirke V Neubrandenburg und III Leipzig, die Bereichsrichtfunkzentralen (BerRFuZ) Nord auf dem Keulenberg bei Usadel (Bildergalerie bei Wikipedia) und Süd auf dem Sorgenberg bei Machern. “Der Funkturm der Telekom auf dem Sorgenberg, Umfangreiche bauliche Investitionen der NVA in den Bezirksrichtfunkzentralen der Partei ermöglichten die Beistellung von Richt- funk-, Fe- und Fernschreibvermittlungstechnik der NVA. Sternförmig wurden von den BzRFuZ der Partei Richtfunkverbindungen zur HptRFuZ und den BerRFuZ hergestellt, über die Fernsprech- und Fernschreibverbindungen im Selbstwählverkehr betrieben wurden. Mit der dem Netz der Partei angepassten Kennzeichnung war die HptRFuZ die 04A3, die BerRFuZ Nord die 03A2 und Süd die 13A1 (eine Besonderheit). Damit wurde die Existenz des Netzes faktisch verschleiert, so dass der Eindruck von der Existenz nur eines Betriebsnetzes der Partei gegeben war. Beide Netze wurden mit Ausnahmen unabhängig voneinander betrie- ben. Für ein Zusammenschalten waren sie vorbereitet. Für die Richtfunkstrecken wurden modifizierte RVG- 924, vereinzelt auch RVG- 934 eingesetzt. Ihre Nutzung erfolgte analog dem Netz der Partei. Die technische und betriebliche Überwachung im Netz erfolgte bei der HptRFuZ und den BerRFuZ. Die Zentralen wurden auch als Überwachungsbereiche (ÜB) bezeichnet. Von Beginn an und im Rahmen des Ausbaus wurden Sonderobjekte in das Netz integriert. Das waren Stäbe von Verbänden, Kommandos der Militär- bezirke und Teilstreitkräfte, der Grenztruppen der DDR, das Ministerium für Nationale Verteidigung, vorbereitete Führungsstellen und Wehrbezirkskommandos. Die Wehrkreiskommandos der NVA hatten Zugang zum Netz über die Kreisleitungen der Partei. Alle Sonderobjekte waren S- Objekte. Ihre Kennzeichnung erfolgte analog den Turmobjekten im Netz der Partei. Fest zugeordnet war allen Bezirkseinsatzleitungen (BEL) die …S9, für den Bezirk Suhl z.B. die 11S9 Als Leiter der Zentralen fungierten in der Anfangsphase: drei Bedarfsträger - zwei Richtfunknetze ein Betriebsnetz ?          auf der Grundlage aktueller Recherche- Ergebnisse                                        Stand Oktober 2014 Das RFN und seine Richtfunktürme (A-Türme) waren keine Einrichtung der “STASI”    Bürger aus dem Umfeld des Turmes auf dem Petersberg bei Halle/S bezeichnen ihn noch heute als Turm der Stasi, das “grü- ne Ungeheuer”. Was sollten sie sonst sagen, angesichts der schwer bewaffneten Volkspolizisten, die ihn und sein Umfeld be- wachten. Gerüchte und Spekulationen um die Geheimniskrämerei taten ihr übriges. Und heute, viele Jahre nach der Wende, die Gerüchte halten sich und werden genährt. Die Wahrheit zu ihrer wahren Nutzung gehört nicht in das politische Ge- schichtsbild der Gesellschaft. So ist u.a. auf der Plattform “Wikipedia” zu lesen, das alle A-Türme der Funkelektronischen und Richtfunkaufklärung dienten und der Stasi zuzuordnen sind. Dazu offeriert man den Richtfunkturm auf dem “Totenstein” bei Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), der im RFN der Partei die Bezirksrichtfunkzentrale Karl-Marx-Stadt darstellte. Der Versuch einer Richtigstellung von geschichtlicher Wahrheit war und ist nicht einfach. Mehr und mehr werden jedoch veröffentlichte Fakten und Tatsachen akzeptiert. Auch die hier angebotenen. Foto (2012): Das “grüne Ungeheuer” auf dem Petersberg bei Halle/ S - Richtfunkbezirkszentrale Halle/ S im RFN der Partei  Folgendes Foto zeigt den Turm in den 1970er Jahren mit  seinem Antennenträger. Gezählt sind 31 Parabolspiegel der Gerätesätze RVG- 934 und RVG- 924 mit unterschied- lichem Durchmesser. Die Anzahl entspricht den Richtungen, die von hier aus betrieben wurden. Im Bezirk Halle/ S gab es allein mehr als 23 Kreisleitungen der Partei. Das Foto zeigt auch den Sendeturm der Deutschen Post und davor den Bismarkturm.  Das Foto ist Teil der Webseite Senderfotos.                    mehr bei : - Wikipedia  - Sachdokumentation   - AG Betriebsgeschichte ROBOTRON Radeberg   Netzebene 1 u. 2 (rot) in Kombination mit dem Netz der NVA (grau) NZ-   Nachrichtenzentrale          der Kreisleitung der          Partei/ RVG-Endstelle BNZ- Bezirks- NZ BL -  Bezirksleitung/ Partei WBK-Wehrbezirkskommando     Websiten unter der 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2014 Im Zentrum die Bezirksrichtfunkzentrale (BzRFuZ) Dresden- Gompitz (12A1). Von ihr waren die Ver- bindungen organisiert zu: - den Nachbarbezirken in der Netzebene 1 und zur Bereichsrichtfunkzentrale Süd der NVA in Machern, - den Kreisleitungen der Partei, z,T, über bemannte und unbemannte Relaisstationen sowie Passivum- lenker (12C2) in der Netzebene 2, - der Bezirksleitung der Partei (12L1) und der Be- zirkseinsatzleitung (12S9), - dem Sonderobjekt 7.Panzerdivision (PD) (12S2) und weiteren Objekten der NVA. Die Beistellung von Technik durch die NVA erfolgte in den Objekten der Partei bei der 12A1 und 12A2. Eingesetzt waren unterschiedliche Typen von Richt- funkverbindungsgeräten. Analog diesem Schema oder ähnlich waren die Netze in allen anderen Bezirken der DDR organisiert. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Schema der Organisation des Richtfunknetzes der Partei im Bezirk Dresden ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Bauausführung und Errichtung Maßgeblichen Anteil an der Errichtung beider Netze hatte die parteieigene Fundament GmbH, die  im Februar 1946 von KPD- Führern gegründet und  Anfang der 1970er Jahre vom Sekre- tariat des ZK der SED liquidiert und als “Organisationseigener Betrieb (OEB) Fundament” neu im Register eingetragen wurde. Es ist belegt, dass seitens der Fundament GmbH für alle Standorte von Richtfunktürmen und Endstellen sowie für das Betriebspersonal, Dispatcher und Funktionsträger Deckbezeichnungen festgelegt waren, die in der Kommunikation untereinander anzuwenden waren. Als Beispiel soll die Relaisstation Ilmenau/ Kickelhahn mit der Deckbebezeichnung „Rk 262“ genannt sein. Transistorierung vor der Übergabe an die DP Alle im Einsatz befindliche RVG 924 und 934 waren werksseitig mit Glaskolbenröhren bestückt. Im Rahmen einer “Gewaltmaßnah- me” wurden alle aktiven RVG Anfang der 1980er Jahre im bestehenden Gehäusesystem auf Transistortechnik umgestellt. Das be- deutete zunächst die Herstellung von Adaptern für Röhrensockel in den verschiedenen Baugruppen. Eine Aufgabe, die nach Vor- gabe einer Mitteilung für das Fernmeldewesen aus dem Jahre 1979 erfolgte und von den Mitarbeitern der Bezriksleitungen der Par- tei verwirklicht wurde. Mit dem Austausch der Röhren einhergehende Veränderungen der Widerstands- und Impedanzverhältnisse führten allerdings zu einem kritischen Zustand in der Bedienung. Das fand Beachtung und wurde akzeptiert. Im Privatbesitz befind- liche Adapter wurden im Juni 2014 gefunden. Einer davon mit dem Transistor KT 919 B, ersetzte die Röhre HT 311 bzw, die sowje- tische Röhre Gi 130.(siehe nebenstehendes Foto) Aufklärung der Netze Bereits in den 1960er Jahren arbeitete die Fernmelde- Aufklärung der Bundeswehr an der Aufklärung der Netze, was zu einer er- heblichen Einschränkung der Nutzung durch die Bedarfsträger führte. Die Gespräche im täglichen Selbstwählverkehr in den Netzen erfolgte im offenen Regime, Schlüsseltechnik fand keine Anwendung. Die automatische Einwahl in das Richtfunknetz der NVA für be- rechtigte Teilnehmer, außer OpD/ OvD (Operative Diensthabende, Offiziere vom Dienst) wurde bis zur Wende mehr und mehr einge- schränkt. Mit der Errichtung des drahtgebunden bzw., des “Integrierten Stabsnetzes der Partei und Staatsführung der DDR und der bewaffne- ten Organe”  (Sondernetz 1) und der geplanten Errichtung eines neuen teilgeschützten Richtfunknetzes der Zentralen Führungsbereiche im Zeitraum 1986 bis 1990, verloren die Richtfunknetze an Bedeutung für die tägliche Nutzung durch die richtfunkberechtigten Nutzer. Ihnen war weniger bewusst, dass die Netze vorrangig für den Verteidigungs- zustand errichtet waren. Gemäß eines Parteibeschlusses wurden sie per 01.01.1984 kostenfrei an die Deutsche Post übergeben. Von der NVA übergebene Technik ist in Dokumenten zahlenmäßig er- fasst. Dreistellig die Zahl an RVG- Geräten der Typen 924 und 934, zweistellig die der automatischen Fernsprech- und Fernschreibvermittlungen, viele Trägerfrequenz- / Multi- plexgeräte und andere.  Richtfunkkanäle im Interesse der NVA wurden kostenpflichtig von der DP bis 1990 weiter bereitgestellt und betrieben. Infolge wirtschaftlicher Probleme wurde die Errichtung des neuen Richtfunknetzes in die erste Hälfte der 1990er Jahre verschoben und rd. 46,5 Mio Mark der DDR freigesetzt. Allgemeine Anmerkung Wer auf Webseiten gelegentlich vom Aufbau eines Richtfunknetzes der NVA ab 1965 liest, welches der Nationale Verteidigungsrat (NVR) der DDR in seiner 10.Sitzung am 06.04.1962 als “Richtfunkachse der LSK/LV” (Luftstreitkräfe/Luftverteidigung) beschlossen haben soll, sollte wissen, die Aussage ist so falsch  wie die Gleichsetzung von “Netz” und “Achse”.  In genannter Sitzung wurde weder ein Beschluss zur Errichtung einer Richtfunkachse der LSK/LV noch eines Richtfunknetzes der NVA (wie oben beschrieben), beschlossen. Bezeichnete Richtfunkachse der LSK/LV wurde in eigener Zuständigkeit errichtet. Relativ wenige Ausführun- gen zum Richtfunknetz der NVA sind bei GL a.D. Dr. Walter Paduch in “Aufsätze zur Geschichte der NVA-Nachrichten- und Flugsicherungstruppen - 1956 -1990”, zu lesen. Die Aussagen zum Bestand, insbesondere den Bezirksrichtfunkzentralen, sind so nicht korrekt. Auch Sachverhalte zur Errichtung des Netzes der NVA sind widersprüchlich. Original eines Überleitungsvertrages eines Mitarbeiters der Bezirks- leitung der SED Dresden im Richtfunnetz der Partei mit Datum für die Übernahme der Netze durch die Deutsche Post der DDR per 01.01.1984                                                                                                                                                                                                                                                                    Überwachungsbereich II  / Bereichsrichtfunkzentrale Nord – Hauptmann T. .... Überwachungsbereich I   / Hauptrichtfunkzentrale Stülpe    - Hauptmann U. ... Überwachungsbereich III / Bereichsrichtfunkzentrale Süd   -  Kapitänleutnant Ue. ... Letztgenannter übernahm später die Leitung des Netzes.   Die Planung, Konzipierung, Berechnung und Leitung der Errichtung des Netzes erfolgte in Verant- wortung einer Arbeitsgruppe (AG) der Verwaltung Nachrichten. Es waren junge und an Hochschu- len ausgebildete Offiziere. Sie kamen aus dem Bereich Territoriale Vorbereitung der Verwaltung und verblieben bis zum Ende der DDR Offiziere der NVA., die Oberstleutnante G.R., Z.H., Freg. Kp. H.L. . Die Gruppe wurde militärisch geführt von Oberst H.E, später von Oberst T. H. Der Mitarbeiter der AG R.G. (Rudolf Grollmisch) hat zum Thema “RFN der NVA” am 02.Februar 2014 einen Blog eingerichtet. Fernsprech-, Fernschreibvermittlungssysteme und Trägerfrequenzgeräte der NVA in der Bezirksricht- funkzentrale Dresden Briefbogen der Fundament GmbH /1968                                               Quelle: F.S. Dispatcherarbeitsplatz in den 1970er Jahren in einer Zentrale der Richtfunknetze (Veröffentlichung mit Zustimmung der Quelle) Zusammenfassung: 1. Betreiber der Netze waren von Anbeginn bis zur Übergabe 1984 an die Deutsche Post, die Partei und die NVA. Zwischen beiden gab es eine Vereinbarung zur Kooperation.     Bauprojektierung, Bauleitung und Koordinierung beider Netze lag in der Regie der „Fundament GmbH”, einer Gesellschaft der Partei.  2. In der Netzebene 1 (RFN SED), etwa bis 1960, wurden nur Richtfunkstrecken zwischen Berlin und den Bezirksleitungen der Partei errichtet. Anfangs mit dem Richtfunkverbin-     dungsgerät RVG- 903, später RVG- 934, 3. In der Netzebene 2 (RFN SED), etwa bis 1973, wurden nur Richtfunkstrecken zwischen den Bezirks- und Kreisleitungen der Partei errichtet. Anfangs mit dem RVG- 924, später     teilweise auch mit dem RVG 950.   4. Von den Richtfunkzentralen beider Netze wurden keine Richtfunkfunkverbindungen zum Ministerium des Innern oder der Staatssicherheit betrieben.  5. Das Richtfunknetz der NVA ging 1969 in Betrieb. Im Rahmen des Ausbaus wurden viele Richtfunkstrecken zu Sonderobjekten der NVA errichtet.  6. Die Netze waren weder im Auftrag noch für die Sicherheitskommission des ZK der Partei oder den Nationalen Verteidigungsrat konzipiert und errichtet. Sie überlagerten beste-     hende drahtgebundene Führungsnetze. Ich danke Mitprojektanten der Netze, ehemaligen technischen Leitern, Betriebstechnikern, Leitern Nachrichten von WBK’s und Leitern von Abteilungen Fernmeldewesen (BL) in den Bezirken der DDR für Ihre Unterstützung bei der Aufarbeitung der vorliegenden Thematik. , Adapter / Foto H.P. Schwenke