Das RFN und seine Richtfunktürme (A-Türme) waren keine Einrichtung der “STASI”    Bürger aus dem Umfeld des Turmes auf dem Petersberg bei Halle/S bezeichnen ihn noch heute als Turm der Stasi, das “grüne Ungeheuer”. Was sollten sie sonst sagen, angesichts der schwer bewaffneten Volkspolizisten, die ihn und sein Umfeld bewachten. Gerüchte und Spekulationen um die Geheimniskrämerei taten ihr übriges. Und heute, viele Jahre nach der Wende, die Gerüchte halten sich und werden genährt. Die Wahrheit zu ihrer wahren Nutzung gehört nicht in das politische Ge-schichtsbild der Gesellschaft. So ist u.a. auf der Plattform “Wikipedia” zu lesen, das alle A- Türme der Funkelektronischen und Richtfunkaufklärung dienten und der Stasi zuzuordnen sind. Dazu offeriert man den Richtfunkturm auf dem “Totenstein” bei Karl-Marx-Stadt (Chemnitz), der im RFN der Partei die Bezirksricht- funkzentrale Karl-Marx-Stadt darstellte. Der Versuch einer Richtigstellung von geschichtlicher Wahrheit war und ist nicht einfach. Mehr und mehr werden jedoch veröffentlichte Fakten und Tatsachen akzeptiert. Auch die hier angebotenen. Foto (2012): Das “grüne Ungeheuer” / Petersberg bei Halle/ S - Richtfunkbezirkszentrale Halle/ S im RFN der Partei Folgendes Foto zeigt den Turm in den 1970er Jahren mit  seinem Antennenträger. Gezählt sind 31 Parabolspiegel der Gerätesätze RVG- 934 und RVG- 924 mit unterschiedlichem Durchmesser. Die Anzahl entspricht den Richtungen, die von hier aus betrieben wurden. Im Bezirk Halle/ S gab es allein mehr als 23 Kreisleitun- gen der Partei. Das Foto zeigt auch den Sendeturm der Deutschen Post und davor den Bismarkturm.  Das Foto ist Teil der Webseite Senderfotos.                    mehr bei : - Wikipedia  - Sachdokumentation   - AG Betriebsgeschichte ROBOTRON Radeberg - Kommentar zum RFN im Blog “eigenes     Nachdenken”  Am 21.11.2016 strahlte der MDR in der Sendung “MDR um 4” mit dem Titel “Der Turm” eine Doku zur BzRFuZ Dres- den-Gompitz aus. Aus unerklärlichen Gründen nicht in der Mediathek abgelegt. Bei Bedarf kann ein Link zu einer Aufzeichnung bereitgestellt werden.         Websiten unter der 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2016 Im Zentrum die Bezirksrichtfunkzentrale (BzRFuZ) Dresden- Gompitz (12A1). Von ihr waren die Ver- bindungen organisiert zu: - den Nachbarbezirken in der Netzebene 1 und zur Bereichsrichtfunkzentrale Süd der NVA in Machern, - den Kreisleitungen der Partei, z,T, über bemannte und unbemannte Relaisstationen sowie Passivum- lenker (12C2) in der Netzebene 2, - der Bezirksleitung der Partei (12L1) und der Be- zirkseinsatzleitung (12S9), - dem Sonderobjekt 7.Panzerdivision (PD) (12S2) und weiteren Objekten der NVA. Die Beistellung von Technik durch die NVA erfolgte in den Objekten der Partei bei der 12A1 und 12A2. Eingesetzt waren unterschiedliche Typen von Richt- funkverbindungsgeräten. Analog diesem Schema oder ähnlich waren die Netze in allen anderen Bezirken der DDR organisiert. ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Schema der Organisation des Richtfunknetzes der Partei im Bezirk Dresden ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Bauausführung und Errichtung Maßgeblichen Anteil an der Errichtung beider Netze hatte die parteieigene Fundament GmbH, die  im Februar 1946 von KPD- Führern gegründet und Anfang der 1970er Jahre vom Sekretariat des ZK der SED liquidiert und als “Organisati- onseigener Betrieb (OEB) Fundament” neu im Handelsregister eingetragen wurde. Es ist belegt, dass seitens der Fundament GmbH für alle Standorte von Richtfunktürmen und Endstellen sowie für das Betriebspersonal, Dispatcher und Funktionsträger Deckbezeichnungen festgelegt waren, die in der Kommunikation un- tereinander anzuwenden waren. Ein Beispiel: die Relaisstation Ilmenau/ Kickelhahn trug die Deckbebezeichnung „Rk 262“  Transistorierung vor der Übergabe an die DP Alle im Einsatz befindliche RVG 924 und 934 waren werksseitig mit Glaskolbenröhren bestückt. Im Rahmen einer “Gewalt- maßnahme” wurden alle aktiven RVG Anfang der 1980er Jahre im bestehenden Gehäusesystem auf Transistortechnik umgestellt. Das be-deutete zunächst die Herstellung von Adaptern für Röhrensockel in den verschiedenen Baugruppen. Eine Aufgabe, die nach Vorgabe einer Mitteilung für das Fernmeldewesen aus dem Jahre 1979 erfolgte und von den Mit- arbeitern der Bezriksleitungen der Par-tei verwirklicht wurde. Mit dem Austausch der Röhren einhergehende Veränderungen der Widerstands- und Impedanzverhältnisse führten allerdings zu einem kritischen Zustand in der Bedienung. Das fand Beachtung und wurde akzeptiert. Im Privatbesitz befind-liche Adapter wurden im Juni 2014 gefunden. Einer davon mit dem Transistor KT 919 B, ersetzte die Röhre HT 311 bzw, die sowjetische Röhre Gi 130.(siehe nebenstehendes Foto) Aufklärung der Netze Fernsprechverbindungen im Selbstwählfernverkehr wurden im offenen Regime betrieben, Fernschreibverbindungen teilweise chiffriert. An der Entwicklung von Sprachschlüsselgeräten wurde gearbeitet, jedoch vor 1990 nicht verfügbar. Dokumente beinhalten Hinweise zur Überwachung der Verbindungen von über 100 Abhörplätzen der gegnerischen Aufklärung. Gemäß zuverlässigen Quellen arbei- tete eine NSA- Erfassungsstelle auf dem Teufelsberg in Berlin, eine AG übermittelte die Aufklärungsergebnisse an die NSA- Zentrale in Ford Mead (USA). Berichtet wird, die Standorte des Netzes sind durch MVM (Militär Verbindungsmissionen) aufgeklärt. Auch aus der Bundeswehr liegen Aufklärungsinformationen vor.  Fernmelde- Aufklärung Die Hinweise führen zu umfangreichen Maßnahmen der Unterrichtung von Nutzern und Einschränkungen in der Nutzung der Netze. Die Zahl der Nutzer wird dras- tisch reduziert, technische Sperren eingesetzt und Tarnmittel zum Einsatz gebracht. In der NVA waren bis zur Wende nur noch die Chefs und Kommandeure höherer Kommandoebenen und die Operativen Diensthabenden in Ausnahmefällen zur Nutzung des Netzes berechtigt. Eine vom Sekretariat des ZK beschlossene Rekonstruktion des Netzes der Partei wurde mit einem Beschluss von 1980 aufgehoben. Es wurde auf die künftige Nut- zung des Sondernetzes 1 orientiert und die Überführung der Netze in das Gesamtstaatliche Nachrichtensystem beschlossen und per 01.01.1984 umgesetzt. Richtfunkkanäle im Interesse der NVA wurden kostenpflichtig von der DP bis 1990 weiter bereitgestellt. Bei Schaltübungen wurden auf den Kanälen (nicht im Selbst- wählfernverkehr) Sprach- und Chiffriermittel eingesetzt..   Parallel zu den Maßnahmen war im NVR (Nationaler Verteidigungsrat) der DDR die Errichtung eines neuen teilgeschützten Richtfunknetzes der Zentralen Führungs- bereiche für den Zeitraum 1986 bis 1990 beschlossen. Infolge wirtschaftlicher Probleme wurde die Errichtung in die erste Hälfte der 1990er Jahre verschoben und rd. 46,5 Mio. Mark der DDR freigesetzt Allgemeine Anmerkung Wer auf Webseiten gelegentlich vom Aufbau eines Richtfunknetzes der NVA ab 1965 liest, welches der Nationale Verteidigungsrat (NVR) der DDR in seiner 10.Sit- zung am 06.04.1962 als “Richtfunkachse der LSK/LV” (Luftstreitkräfe/Luftverteidigung) beschlossen haben soll, sollte wissen, die Aussage ist so falsch  wie die Gleichsetzung von “Netz” und “Achse”.  In genannter Sitzung wurde weder ein Beschluss zur Errichtung einer Richtfunkachse der LSK/LV noch eines Richtfunknet- zes der NVA (wie oben beschrieben), beschlossen. Bezeichnete Richtfunkachse der LSK/LV wurde in eigener Zuständigkeit errichtet. Relativ wenige Ausführungen zum Richtfunknetz der NVA sind bei GL a.D. Dr. Walter Paduch in “Aufsätze zur Geschichte der NVA-Nachrichten- und Flugsicherungstruppen - 1956 -1990”, zu lesen. Die Aussagen zum Bestand, insbesondere den Bezirksrichtfunkzentralen, sind so nicht korrekt. Auch Sachverhalte zur Errichtung des Netzes der NVA sind widersprüchlich. Original eines Überleitungsvertrages eines Mitarbeiters der Bezirksleitung der SED Dresden im Richtfunnetz der Partei mit Datum für die Übernahme der Netze durch die Deutsche Post der DDR per 01.01.1984                                                                                                                                                                                                                                                                    Fernsprech-, Fernschreibvermittlungssysteme und Trägerfrequenzgeräte der NVA in der Bezirksricht- funkzentrale Dresden Zusammenfassung: 1. Betreiber der Netze waren von Anbeginn bis zur Übergabe 1984 an die Deutsche Post, die Partei und die NVA. Zwischen beiden gab es eine Vereinbarung zur        Kooperation. Bauprojektierung, Bauleitung und Koordinierung beider Netze lag in der Regie der „Fundament GmbH”, einer Gesellschaft der Partei.  2. In der Netzebene 1 (RFN SED), etwa bis 1960, wurden nur Richtfunkstrecken zwischen Berlin und den Bezirksleitungen der Partei errichtet. Anfangs mit dem     Richtfunkverbindungsgerät RVG- 903, später RVG- 934, 3. In der Netzebene 2 (RFN SED), etwa bis 1961, wurden nur Richtfunkstrecken zwischen den Bezirks- und Kreisleitungen der Partei errichtet. Anfangs mit dem RVG-     924, später teilweise auch mit dem RVG 950.   4. Von den Richtfunkzentralen beider Netze wurden keine Richtfunkfunkverbindungen zum Ministerium des Innern (MdI) oder der Staatssicherheit (MfS) betrieben,      dennoch soll das MdI und der Bundesvorstand des FDGB Mitnutzer gewesen sein, so weisen es Dokumente aus. Das MfS nutzte Standflächen auf den Türmen der     Partei für Retranslationspunkte (Funkgeräte) des Regierungs - Verkehrsfunknetzes der Partei. 5. Das Richtfunknetz der NVA ging 1969 in Betrieb. Im Rahmen des Ausbaus wurden viele Richtfunkstrecken zu Sonderobjekten der NVA errichtet.  6. Die Netze waren weder im Auftrag noch für die Sicherheitskommission des ZK der Partei oder den Nationalen Verteidigungsrat konzipiert und errichtet. Sie überla-     gerten die bestehende drahtgebundene Möglichkeiten. Ich danke Mitprojektanten der Netze, ehemaligen technischen Leitern, Betriebstechnikern, Leitern Nachrichten von WBK’s und Leitern von Abteilungen Fernmeldewesen (BL) in den Bezirken der DDR für Ihre Unterstützung bei der Aufarbeitung der vorliegenden Thematik. , Adapter / Foto H.P. Schwenke Zwei Richtfunknetze als Führungsmittel. Das von 1955 bis 1961 errichtete Netz der Partei (SED) als Schlussfolgerung aus den Ereignissen des 17.Juni 1953 und das in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre errichtete Netz der NVA infolge der not- wendig gewordenen Anpassung der Führung operativer und territorialer Organe der Landesverteidigung. Beide Netze wur- den gemäß eines Beschlusses des Sekretariats des ZK der Partei von 1980 in das Gesamtstaatliche Nachrichtennetz der DDR überführt und 1990 abgeschaltet.  Nach intensiver und kollektiver Recherche über Monate und Jahre sind Details und Strukturen der Netze bekannt. Aus- zugsweise sind diese hier veröffentlicht. Belegt ist durch Dokumente, Errichtung, Wartung und der Betrieb des Netzes der Partei erfolgte in Eigenregie. Die Errichtung des Netzes der NVA erfolgte nicht auf der Grundlage eines Beschlusses des NVR (Nationaler Verteidigungsrat) der DDR. Betreiber der Netze waren das Zentralkomitee der Partei, die NVA und ab 01.01.1984 die Deutsche Post der DDR. Das RFN der Partei Ein Führungsnetz, frei von Fernmeldeämtern und Personal volkseigener Einrichtungen. In zwei Netzebenen bis 1961 er- richtet. Netzebene 1: ZK der SED  - Bezirksleitungen / Netzebene 2:   Bezirksleitungen - Kreisleitungen. In der Netzebene 1 kamen je Richtung zwei Richtfunkverbindungsgeräte (RGV-934) kleiner Kanalzahl aus dem VEB RAF- ENA Werke Radeberg zum Einsatz. Ein aktives und ein Reservegerät. Der gleiche Gerätetyp wurde auch für die Übertra- gung von Zeitungsdrucksätzen in die Bezirke genutzt. Außerhalb der Bezriksstädte, abseits von Ballungsgebieten und an- fänglich in provisorischen Einrichtungen, wurde in jedem Bezirk eine Bezirksrichtfunkzentrale (BzRFuZ), auch als A 1 Ob- jekte bezeichnet, Bis etwa 1960 wurden die Provisorien durch Türme in der Typenausführung A ersetzt, rechteckig, in der Regel grüner An- strich, auch holzverschalt, ca. 25 m hoch.  Den Lesern werden diese Türme heute z.T. fälschlicherweise auch als Aufklä- rungs- und Abhöreinrichtungen des Ministeriums für Staatsicherheit präsentiert. Dokumente belegen, Mitnutzer von Richt- funkkanälen des Netzes der Partei zur Führung eines DDR-weiten UKW- Funknetzes soll das Ministerium des Innern ge- wesen sein. Auch der Bundesvorstand des FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) wird in einem Dokument als Mit- nutzer erwähnt. . I RFN der Partei und RFN der NVA RFN - Schmalband-Richtfunknetz Infolge der mitunter großen Entfernungen oder der fehlenden quasioptischen Sicht zwischen Sender und Empfänger, wurden Relaisstellen (A2..An-, B2...Bn- und C2...Cn- Objekte) errichtet. Die Bauart der Türme unterschied sich in A-, Rk- und Rp- Objek- te. Letztgenanntes waren Objekte der passiven Richtfunkumlenkung, (Umlenkantennen). Jedem Bezirk in der DDR war eine Bezirksschlüsselnummer zugeordnet, die am An- fang der zugeordneten Turmobjekte stand. Für den Bezirk Suhl war es die Nummer 11, bedeutet, die BzRFuZ Suhl trug im Netz die Bezeichnung 11A1, die Bezirksleitung der Partei die 11L1, eine Relaisstelle (bewacht) die 11A2, eine Relaisstelle (un- bewacht) die 11B2 und eine Umlenkantenne die 11C2 In der ersten Hälfte der 1960er Jahre richtete sich die Armeeführung mit der Bitte an das Zentralkomitee (ZK) der Partei, Strukturen des vorhandenen Netzes mit dem Ziel der Verwirklichung einer effektiveren Führung zu nutzen. Veränderungen in der Struktur der NVA und umfassende Aufgaben in den territorialen Organen der Landesverteidigung machten diesen Schritt erforderlich. Die NVA wurde Kooperationspartner der Partei. Mehr dazu von einem ehemaligen Leiter einer Bezirks- richtfunkzentrale der Partei. Netzebene 1 u. 2 (rot) in Kombination mit                    dem Netz der NVA (grau) NZ-   Nachrichtenzentrale          der Kreisleitung der          Partei/ RVG-Endstelle BNZ- Bezirks- NZ BL -  Bezirksleitung/ Partei WBK-Wehrbezirkskommando Das RFN der NVA Inbetriebnahme 1969. Im Zentrum die Hauptrichtfunkzentrale (HptRFuZ) im Forst Stülpe. In den Territorien der Militärbezir- ke V Neubrandenburg und III Leipzig, die Bereichsrichtfunkzentralen (BerRFuZ) Nord auf dem Keulenberg bei Usadel (Bildergalerie) bei Wikipedia) und Süd auf dem Sorgenberg bei Machern. “Der Funkturm der Telekom auf dem Sorgenberg,Die BerRFuZ wurden in den 1970er Jahren der Partei übergeben. (Foto lks.: Machern / Betriebsraum) Umfangreiche bauliche Investitionen der NVA in den Bezirksrichtfunkzentralen der Partei er- möglichten die Beistellung von Richtfunk-, Fe- und Fernschreibvermittlungstechnik der NVA. Sternförmig wurden von den BzRFuZ der Partei Richtfunkverbindungen zur HptRFuZ und den BerRFuZ hergestellt, über die Fernsprech- und Fernschreibverbindungen im Selbstwählverkehr betrieben wurden. Mit der dem Netz der Partei angepassten Kennzeich-  nung war die HptRFuZ die 04A3, die BerRFuZ Nord die 03A2 und Süd die 13A1 (eine Be- sonderheit). Damit wurde die Existenz des Netzes faktisch verschleiert, so dass der Ein- druck von der Existenz nur eines Betriebsnetzes der Partei gegeben war. Beide Netze wur- den mit Ausnahmen unabhängig voneinander betrieben. Für ein Zusammenschalten waren sie vorbereitet. Für die Richtfunkstrecken wurden modi- fizierte RVG- 924, vereinzelt auch RVG- 934 eingesetzt. Ihre Nutzung erfolgte analog dem Netz der Partei. Die technische und betriebliche Überwachung im Netz erfolgte bei der HptRFuZ und den BerRFuZ. Die Zentralen wurden auch als Überwachungsbereiche (ÜB) bezeichnet. Von Beginn an und im Rahmen des Ausbaus wurden Sonderobjekte in das Netz integriert. Das waren Stäbe von Verbänden, Kommandos der Militärbezirke und Teil- streitkräfte, der Grenztruppen der DDR, das Ministerium für Nationale Verteidigung, vorbe- reitete Führungsstellen und Wehrbezirkskommandos. Die Wehrkreiskommandos der NVA hatten Zugang zum Netz über die Kreisleitungen der Partei. Alle Sonderobjekte waren S- Objekte. Ihre Kennzeichnung erfolgte analog den Turmobjekten im Netz der Partei. Fest zugeordnet war allen Bezirkseinsatzleitungen (BEL) die …S9, für den Bezirk Suhl z.B. die 11S9 Als Leiter der Zentralen fungierten in der Anfangsphase: Überwachungsbereich II / Bereichsrichtfunkzentrale Nord - Hauptmann T ... Überwachungsbereich I  / Hauptrichtfunkzentrale Stülpe   - Hauptmann U ... Überwchungsbereich III  / Bereichsrichtfunkzentrale Süd   - Kapitänleutnant Ue ... Letztgenannter übernahm später die Leitung des Netzes der NVA Die Planung, Konzipierung, Berechnung und Leitung der Errichtung des Netzes erfolgte in Verantwortung einer Arbeitsgruppe (AG) der Verwaltung Nachrichten. Es wa- ren junge und an Hochschulen ausgebildete Offiziere. Sie kamen aus dem Bereich Territoriale Vorbereitung der Verwaltung und verblieben bis zum Ende der DDR Offiziere der NVA., die Oberstleutnante G.R., Z.H., Freg. Kp. H.L. . Die Gruppe wurde militärisch geführt von Oberst H.E, später von Oberst T. H. Der Mitarbeiter der AG R.G. (Rudolf Grollmisch) hat zum Thema “RFN der NVA” am 02.Februar 2014 einen Blog mit dem Titel “eigenes Nachdenken” eingerichtet. drei Bedarfsträger - zwei Richtfunknetze ein Betriebsnetz !