Richtfunkachse Nord-Süd - eine Alternative zu den Rochaden im GSN - Anmerkung in eigener Sache (18.11.2011)  erstmalig werden hier in dieser Form zur Richtfunkachse, ihrer Entfaltung und Zweckbestimmung Details vermittelt. Es ist nicht auszuschließen das infolge Personen dazu publizieren oder ihre eigenen Aussagen korrigieren, die weder involviert, noch Kenntnis von der Achse hatten. Und das ohne Angabe von Quellen.    Dieser Hinweis sei mir gestattet. Eine Erkenntnis, die in der Praxis Verbreitung findet, leider. Das sei hier klargestellt und gehört zur Wahrheit !   Das Richtfunkregiment 2 (RFuR), direkt unterstellt dem Ministerium für Nationale Verteidigung (MfNV), ausgerüstet mit Richtfunk- gerätesätzen sowjetischer Bauart vom Typ R- 404, bestehend aus drei Fahrzeugen (Sende- und Empfangs-, Antennen- und Stromversorgungsfahrzeug). Einsatzmöglichkeiten: Arbeit als  Endstelle-, Doppelendstelle- oder als Relaisstelle, Bildung von bis zu 48 Nachrichtenkanälen in Abhängigkeit vom Einsatz. Die Reichweite jeweils eines Intervalls (zwischen zwei Stationen) in Ab- hängigkeit vom Geländerelief bis 80 km. Hauptaufgabe des Truppenteils nach Auslösung einer entsprechenden Stufe der Gefechtsbereitschaft, der Richtfunkgefechtsbereitschaft, bzw. weiterer Bereitschaftsstufen ist die Entfaltung einer Richtfunkachse auf dem Territorium der DDR, von der Ostseeküste bis zum Erzgebirge (Fichtelberg) mit Übergang in das Nachrichtensystem der Streitkräfte der CSSR.    - Die Achse stellte eine Alternative zu den Fernmelderochaden im Gesamt- staatlichen Nachrichtennetz (GSN) der DDR dar und garantierte die Be- reitstellung von Nachrichtenkanälen nicht nur aus den Räumen operativer Zweckbestimmung der 3. und 5.Armee der DDR im Bestand der 1.Front, bestehend aus GSSD/NVA zur Hauptführungsstelle der NVA in Harnekop. Die Nachrichtenzentrale “Wostok” war in das System der Richtfunkachse integriert. Ein mobiler Richtfunkgerätesatz war stationär (ortsfest) in der Zentrale installiert. und sicherte bei Bedarf die Richtungen zu den Hilfs- nachrichtenzentralen 8 und 2. Die Bedienung erfolgte durch zukommandiertes Nachrichtenperso- nal aus dem RFuR Ludwigsfelde. Herstellung der Betriebsbereit-                                                                                                  schaft auf der Achse x+ 9 Std..       Auszug aus der Darstellung der Richtfunkachse (lks.) mit Anbindung an die Hauptführungsstelle Harnekop Die Aufbauplätze für die Richtfunkgerätesätze waren aufgeklärt u. vorbereitet. Bedeutet, das z.T. Befestigungselemente für die Stahlgittermasten im Erdreich verankert und der Anschluss an das Landesstromnetz vorbereitet war.  Die Ge- fechtsunterlagen gehörten in die Kategorie “Magnet”, Öffnen bei der Stufe der Gefechtsbereitschaft bei “Kriegsgefahr”. Der Personalbestand war trainiert und gut ausgebildet, kannte die Aufbauplätze und wusste um die Errichtung einer Richtfunkachse. Die sich hinter ihr verbergenden operativ-strategischen Besonderheiten blieben der Mehrzahl der Ar- meeangehörigen unbekannt. In der Regel zweimal im Ausbildungsjahr, oder bei besonderen zentralen Maßnahmen, war die Errichtung der Richt- funkachse Gegenstand der Ausbildung oder von Überprüfungen.     Richtfunkrichtung 002 zwischen Harnekop (HNZ 8) - Strausberg - Streganz (HNZ 2)   --------------------------------------------- Eingesetzt: Richtfunkgeräte R- 404 (24 Kanäle) Stationsnummern: 05 - 41/ 05 - 42 / 05 - 51 Kanalnutzung: - Regierungs-WTsch - SAS- Fernsprech - Fernschreib Tarnnamen: ROLIK / WOSTOK / SEKTOR     Websiten unter der 2005 - 21 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2017