„DDR – geheim / Die Bunkerwelten des Kalten Krieges“ Film von: Michael Erler  / Sendeanstalt: MDR  / Ausstrahlung: 25.01.2011 20:45 Uhr Moderation: Robert Burdy                                                                                                             Troposphärenfunkstation Röhrsdorf – ein technisches Wunderwerk ? Bezug nehmend auf Aussagen zur Troposphärenfunkstation Röhrsdorf bei Dresden Dieses Zitat aus dem Kommentar muss mit allen assoziierenden Gedanken schnell vergessen werden, weil absoluter Unsinn.  Es ist die Aussage einer in der Sache unwissenden Person. Sie macht die Troposphären- Funkstation zu ei- nem technischen “Wunderwerk”, was sie niemals war.  Für alle Leser stehen hier auf dieser Webseite ausreichend Informationen bereit, die das Troposphären- Nachrichtensystem in seiner Gesamtheit und einzelne Komponenten des Systems beschreiben.        Kossa / Söllichau – der andere Bunker ! Bezugnehmend auf Aussagen zur Führungsstelle Kossa   Filmszene bei ca. 00:49 Sek. / Textauszug, der den Zu- schauern etwas vorgaukelt, was es so 1973 noch nicht gab. (entnommen dem Bunkerbauprogramm vom 03.05.1974) mehr ... Versuch einer Aufklärung mehr ... siehe Menü “302” mehr ... Bunker Kossa/Söllichau zurück ... zu “Wostok” Bleibt am Ende die Ablehnung des Films und ein Verlust an Vertrauen in die Sendeanstalt. Der Film ver- fälscht Militärgeschichte der DDR. Ein Macher aus “Wessiland” weiß es wieder einmal besser. Der Film bedient ein Klischee, das sich seit eh und je wie ein roter Faden durch die Medien zieht. Es hat nichts „Gutes“ an der DDR zu geben, eben ein „Unrechtsstaat“. Wobei Bunkeranlagen, sowohl auf der einen als auch anderen Seite, generell nicht als etwas „Gutes“ zu bezeichnen wären. Der Film stellt weitere Bunkeranlagen vor. Eine kritische Bewertung dieser bleibt den Insidern dieser Anlagen vorbehalten.   Zitat: 2000 km entfernt von Moskau wurden die geheimen Funksprüche in die Troposphäre geschickt, so wie dieser Lichtstrahl (der Kommentar).  Von dort wurden sie reflektiert, wahrscheinlich weil sie niemand dort brauchte und hier wieder eingefangen. Die geheimen Funkstrahlen waren im All praktisch unauffindbar, damit absolut abhörsicher. Die-     se Station konnte sogar nach während eines Atomwaffeneinsatzes empfangen. Zitat Ende. Zitat: .... der größte von ihnen (gemeint ist ein Bunker) ist voll gestopft mit mobiler Funktechnik. Ein riesiges unter- irdisches Kommunikationszentrum .... sogar ein komplettes Fernmeldeamt gehörte zu der Bunkeranlage...  600 Personen, Generale, Offiziere ....... hätten den Bunker bezogen... , ... Aufgabe dieser Kommandobunkeranlage im Ernstfall, die Aufstellung einer neuen Armee und die Mobilisierung neuer Soldaten für den Warschauer Pakt. .Zitat Ende. Die wahre Geschichte ! In Friedenszeiten gab es dort nicht eine einzige mobile Funkstation, nur wenige, 2 – 3 vorbereitete Funkempfangsarbeitsplätze in der Funkempfangszentrale. Im Rahmen der Mobilmachung wären drei Funksendegruppen gebildet und die mobilen Funkstationen sowie andere mobile  Nachrichtenkräfte- und Mittel zuge- führt worden. Siehe z.B. Grafik in der Beschreibung der Anlage. Ein „riesiges“ oder „komplettes Fernmeldeamt“, geheime DDR- Technik zum Anfassen, eine erfundene Aussage. Alles Technik wie sie bei der Deutschen Post auch zum Einsatz kam.  Ein Fernmeldeamt ist eine definierte Einheit mit Kabeleinführung, Verteilern, Anpasstechnik, Übertragungsstelle, Vermittlungssystem usw..  Seine Größe wird durch das zu versorgende Gebiet bestimmt. Der Begriff Fernmeldeamt, im militärischen unüblich, im folgenden wird er rela- tiviert. Auf einer Fläche von ca. 30 - 40 m² sind installiert, ein Fernsprechvermittlungssytem vom Typ MSN 70, für nicht mehr als 70 Stabsteilnehmer und ein Vermittlungsplatz. Siehe dazu nebenstehende Angaben des Herstellers. In Gestell- reihen befinden sich die Einschübe von Trägerfrequenz- und  Wechselstromtelegrafiegeräten, Transistor-Allverstärker (TAV), Meßtechnik, Anpass- und Umsetzereinrichtungen. In den Kategorien lassen sich die Geräte an einer Hand ab- zählen.  Bei Zuordnung jeweils eines weiteren Betriebsraumes für die SAS- und Chiffrierstelle  (Fernsprech - und Fernschreib-/ Chiffrierstelle, Abfertigung)  Funkempfangs- und Kurierstelle sprechen wir von der Nachrichtenzentrale der Führungsstelle. Also, weder riesig, noch außergewöhnlich !   Befehl “Filigran” oder Befehl 10/73 ? Zitat aus der Moderation:  Stasizentrale Ostberlin, 5.Februar 1973, Erich Mielke unterschreibt einen Befehl für ein geheimes Bauprogramm. ... Er hatte den Tarnnamen „Filigran“. Es ging um den Bau von Bunkern, atombomben- sicher, geschützt gegen chemische und bakteriologische Waffen. Zitat Ende. Erich Mielke hat keinen Befehl für ein geheimes Bauprogramm unter- schrieben, sondern den Befehl 10/73, in dem er befiehlt, das alle Ak- tivitäten innerhalb des MfS zur Gewährleitung der Sicherheit und Ge- heimhaltung des Bunkerbauprogramms vom 21.11.68 (Zeitraum 1971 –1980) mit dem Decknamen „Filigran“ zu tarnen sind. Der Befehl er- setzt eine früher erlassene Ordnung. Eingeblendet wird ein Text, der 1973 noch gar nicht existierte. Er ist der Konzeption zur Errichtung geschützter Führungsstellen entnommen, die am 03.05.1974, also reichlich erst ein Jahr später, für den Zeitraum 1976 – 1990 beschlossen wurde. Ein Bunkerbauprogramm mit dem Tarnnamen “Filigran” gab es nicht !!!      Websiten unter der In anderen Beiträgen wird behauptet: - von Kossa aus habe es direkte abgeschirmte Nachrichtenverbindungen nach Moskau, Warschau, Ost Berlin und zum Nationalen Verteidigungsrat der DDR   gegeben. Man verweist sogar auf die unterschiedlichen Farben der Telefone, - Schlachtpläne konnten von hier mit einer ausgeklügelten Videotechnik direkt an die Front versendet werden,  - mit Hilfe einer Troposphären- Funkstation hätte man selbst durch große Atomblitze hindurch Nachrichten versenden können. Gar nicht erst zu reden von   Kossa als geheimer Schatz des Warschauer Vertrages und - von hier hätte als Kommandopunkt die 3.Armee ihren Kampfauftrag erhalten.  - Alles Unsinn, nichts ist zutreffend ! - Genannte Personenzahl, 600 Generale, Offiziere und .... hätten den Bunker bezogen. Unsinn, die Personenzahl hätte sich auf einer Fläche von 75 ha, darunter mehrere Bunker und vorbereitete Un- terstellungen, verteilt. Kossa war keine Armeeführungsstelle, ihre Aufgabe war die Führung und Organisation der Aufstellung von drei Ersatz- und Ausbildungsbrigaden für das Kontingent  NVA in der Koalition. Sie stellte in Frie- denszeiten eine vorbereitete Führungsstelle im Kommando des Militärbezirks III (Leipzig) dar, hätte im Kriegsfall rein nationale Aufgaben zu erfüllen gehabt. Eine gleichwertige Führungsstelle befand sich in der Nähe von Neubrandenburg für den Militärbezirk V.  2005 - 20 mpe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2011 J.Kampe 2005 - 2017