Der SAS- und Chiffrierdienst in den bewaffneten und staatlichen Organisationen der DDR   Bezug: Website http://scz.bplaced.net/index.html              Behauptung: Aus der DV 040/0/001 abgeleitete Verpflichtung aller Nachrichtenzentralen eine Kontrollzentrale/-stelle zur Einhaltung der Nachrichtensicherheit zu errichten und betreiben. Aufgaben lt. DV 040/0/001 Pkt. 243 und 244 sowie DV 040/0/014 Pkt. 4 d. Und die durch den Stellvertreter des Ministers und Chef Nachrichten des Hauptstabes festgelegte - Nachrich- tenordnung - die Ordnung 040/9/200 befiehlt die Fernsprechüberwachung.           2005 - 011 J.Kampe 2005 - 2017     Websiten unter der Antwort: 1. O.a. Behauptung stellt eine unverstandene Forderung der Dienstvorschrift DV 040/0/001- Organisation und Sicher- stellung von Nachrichtenverbindungen in der Armee - dar. 2. Die Dienstvorschrift ist am 01.Dezember 1989 in Kraft gesetzt. Ihre Forderungen wurden in der Praxis infolge der ein- geleiteten politischen Veränderungen kaum noch wirksam, basierten aber auf Schlussfolgerungen jahrelanger prak- tischer Erkenntnisse und Erfahrungen in den Nachrichtenführungsorganen. 3. Die in der Behauptung genannte Kontrollzentrale /- Stelle mit den Nachrichtenzentralen in Verbindung zu bringen ist eine Verkennung der Forderungen. Diese Einrichtungen waren lt. Forderungen der Dienstvorschrift ab der Führungs- ebene Verband aufwärts zu schaffen. Der Inhalt ihrer Arbeit konzentrierte sich voll und ganz auf die Einhaltung der For- derungen der Nachrichtensicherheit. (ein Komplex von Aufgaben, nachlesbar in der Dienstvorschrift)  In den niedrigeren Führungsebenen lag die Verantwortung für die Einhaltung der Forderungen der Nachrichtensicherheit in den Händen der Stabschefs und der Kommandeure. Im Zusammenhang mit der Durchsetzung der  Forderungen der Nachrichtensicherheit von Sonderaufgaben der Ange- hörigen des SAS- und Chiffrierdienstes zu sprechen ist zwar spektakulär aber nicht relevant weil Bestandteil deren Dienstpflichten. Die Fernsprechüberwachung stellt im Komplex der Aufgaben der Nachrichtensicherheit nur einen Bruchteil dar. Sie wur-de nicht permanent durchgeführt sondern nur zeitweise in Vorbereitung von bevorstehenden besonderen operativen Er-eignissen und das verstärkt, beginnend etwa Mitte der 80er Jahre. Überwacht wurden die von den Fernsprechvermittlungsplätzen vermittelten Gespräche in das öffentliche Fernsprechnetz der Deutschen Post und in die NVA- eigenen Nachrichtennetze. In größeren Nachrichtenzentralen wie z.B. der des Mi- nisteriums für Nationale Verteidigung stand neben dem Betriebsraum der Fernsprechvermittlung ein gesicherter Raum mit den Überwachungsschränken zur Verfügung -  ausführlich  wird  dazu in der Publikation “Wostok die Nachrichtenzentrale im Zentrum der militärischen Macht der DDR” berichtet. Dem Betreiber  o.a.  Website ist bestens  bekannt das alle Einrichtungen des  SAS- und Chiffrierdienstes in den statio- nären  (ortsfesten)  Objekten  in  kontrollierten Zonen / gesicherten  Bereichen in (Feldnachrichtenzentralen Bewachung mit scharfer Munition) installiert waren. Die Anforderungen an die Sicherheit waren enorm hoch, exakt formuliert und ohne wenn und aber durchzusetzen.  Allein die technische Abnahme dieser Zonen / Bereiche bei Anwesenheit der Mit- arbeiter des Zentralen Chiffrierorgans der DDR (MfS) wäre gemäß den Festlegungen der Dienstvorschrift DV 040/0/010 für den SAS- und Chiffrierdienst gescheitert,  wenn in diesen Zonen / Bereichen anders geartete technische Einrichtun- gen installiert gewesen wären.  Wenn in der Hilfsnachrichtenzentrale 4 (Hennickendorf) gegen Bestimmungen der Sicherheit verstoßen wurde bleibt zu hoffen und zu wünschen das der Betreiber der Webseite alle Details glaubhaft vermittelt. Wünschenswert wäre es, diese auf seiner Website zu benennen:   1. wer hat den Auftrag zu den “Sonderaufgaben” / Fernsprechüberwachung erteilt, 2. welche technischen Geräte wurden eingesetzt, 3. wem wurden die Aufzeichnungen / Mitschnitte zur Auswertung übergeben.