Die Troposphärenfunkstation 302 Langsdorf/ Eichenthal im strategischen Troposphären- Nachrichtensystem des Warschauer Vertrages in den Medien     Bezug:  Beiträge im Internet, in Printmedien, Hörfunk- und TV-Sendungen siehe auch die Troposphären- Funkstation 302 bei “Politische Memoriale MV e.V.”                     2005 - 7011 J.Kampe 2005 - 2017 Die hier  dargelegten Fakten und Beispiele möge der Leser als interessant, unwahr, spekulativ oder auch als spektakulär empfinden. Zu empfehlen ist ein Besuch im Bunker Langsdorf/ Eichenthal alle mal. Gleichzeitig wird der Besuch im Bunker Wollenberg empfohlen. Er stellte die einzige Gegenstelle für die 302 dar. Besucher werden hier nicht nur optisch, sondern  auch militärgeschichtlich eine bemerkenswerte Führung erleben. Fortsetzung: vom 30.09.2009 siehe Beitrag vom 25.September 09 im Nordkurier (Online) und der Schweriner Volkszeitung (Online) mit dem Titel “Sonderobjekt 302”. Noch ist der Beitrag unter Schweriner Volkszeitung zugänglich. Beim Nordkurier darf der Beitrag (ergänzt mit Bild und Anmerkungen des Betreibers  des Bunkers Langsdorf/ Eichenthal) in- zwischen für 2,38 € käuflich erworben werden. Der Leserbrief kann damit auch nicht gelesen werden.   Fortsetzung: vom 01.10.2009 In einem weiteren Beitrag vom 25.09.2009  in der Schweriner Volkszeitung mit dem Titel  "Troposphärenfunk und Sicherung des Atombunkers Eichenthal" wider- spiegeln sich Probleme im Wissen um Fakten und Details. Als Leser muss man reagieren, siehe Schweriner Volkszeitung   Leseprobe   “Geheimobjekt Atombunker, die Troposphären-Funkstation Eichenthal” Troposphären-Funkstation  302 bei “Politische Memoriale MV e.V.”     Websiten unter der Antwort: Wohl wahr, eine zunächst fast aussichtslose Aufgabe,  die sich  der  Betreiber der einstigen Troposphärenfunkzentrale 302 gestellt hat.  Mit der Ansprache Bad Sülze war sie im Sprachgebrauch zu Zeiten der DDR nur wenigen Eingeweih- ten bekannt. Als Stütznachrichtenzentrale 302 Langsdorf im gedeckt vorbereiteten Nachrichtensystem der NVA kannten sie die Nachrichtenorgane in höheren Führungsebenen. Der Betreiber hat die Bunkeranlage für Interessierte an Militärgeschichte der DDR, Urlauber, Touristen und Neugierige begehbar gemacht, will  damit ein Mahnmal setzen gegen Wettrüsten und den Kalten Krieg.    So man in der Nähe ist sollte man einen Besuch einplanen.  Mit den Füßen muss man allerdings auf dem dem Boden der Tatsachen bleiben. Es ist weder ein Geisterschiff noch ranken sich heimliche Geschichten um den Bunker.     Man riecht weder Offiziere noch Mannschaften, geschweige denn wurde dort jemals ein Gebet gen Himmel geschickt. (das sind die Erfindungen des Betreibers) Die Dramatik der vorgestellten Gefechtssituation soll an das menschliche Ende in einen Atomkrieg erinnern, wird zum Ersatz für fehlende Sachkenntnis zur Vermittlung von militär- geschichtlichen Hintergrün- den, Fakten und  Details zu Funktion und Zweckbestimmung des Troposphären- Nachrichtensystems und der Station Eichenthal. Sicher, gut gemeint und ausgeführt als mahnende Erinnerung, wirtschaftlich gut gedacht als Werbung für Einnahmen. Doch mit einem solchen Szenario hatte die Anlage absolut nichts zu tun. Genau das ist das Problem vieler Besucher, worüber sie in Internetforen berichten. Sie klagen über die Art und Weise wie ihnen begegnet wird, über die wenigen  Informationen, die über das Troposphären-Nachrichtensystem aber auch die Anlage selbst vermittelt werden.     Konkrete Fragen finden wenig glaubhafte Antworten, obwohl dazu inzwischen hinreichend Informationen im Internet und Literatur zur Verfügung stehen. Das Buch von Götz Thomas Wenzel  „Geheimobjekt Atombunker“ ist allerdings we- nig geeignet, siehe dazu die Rezension    Es gilt der Grundsatz, jeder bilde sich sein eigenes Urteil. Für Außenstehende, Unkundige, mit der Sache nicht Befasste ein allerdings schwieriges Unterfangen. Es wäre einfach dem  heute vermittelten Unsinn in der Sache oder dem politi- schen Geschichtsbild über die DDR zu folgen, aber  ist das Sinn und Zweck der Auseinandersetzung mit der Geschich- te ?. Der Bunker stellt weder eine Sensation noch etwas Besonderes im Vergleich mit anderen Bunkeranlagen in Ost und West dar. Als „einzigartig“ wird er nur seiner Vermarktung wegen gepriesen. Gelegentlich und und verbreitet ist z.B. zu lesen: - das der Bunker dem Bunker der Bundesregierung in Ahrweiler gleichgestellt ist, - zwischen dem Bunker und der Führungsstelle der Rotbannerflotte wurde ein Fernmeldekabel verlegt, - der Autor o.a. Buches als Sachverständiger für Bunkeranlagen bezeichnet wird, - das die abhörsichere Kommunikation nach einem Atomschlag aufrecht erhalten wird, - im Ernstfall wäre der Bunker mit sowjetischen Offizieren bemannt worden, - der Bunker stellte eine strategische Nachrichtenzentrale dar, - das der Atombunker während der Zeit des Kalten Krieges Militärhistorisches Sonderobjekt 302 hieß, - das er als einer von wenigen Bunkern einem Atomschlag standhalten sollte, - das der Bunker von 6 m, 9 m, an anderer Stelle von 12 m Erde überdeckt wird, - das der Zugang in den Bunker 125, 130, auch 180 m lang ist, - das die Besatzung aus 30, 42 und 50 Personen bestand, - das die Anlage 1986 fertig gestellt wurde, usw. Genug dieser unsinnigen und unwahren Aussagen. Sie sind geeignet, die Anlage für die Öffentlichkeit interessant zu machen.  Der Bunker ist einer von drei in der DDR errichteten Typenbauten. Über seiner Bunkeroberfläche liegt eine Sand- und Kiesschicht mit einer Höhe von 1,05 m, zur Mitte hin auf 1,20 m  ansteigend, darüber eine Betonglocke mit einer Dicke von 0,60 m, überdeckt mit einem Erdaufwurf von ca. 0,65 m. Zu bemerken bleibt der relative Leerstand des Bunkers an Troposphärenfunk- und allgemeiner Nachrichtentechnik und die Tatsache, dass der Bunker erst 1988 fertig gestellt wur- de. Das strategische Troposphären- Nachrichtensystem ging ohne Langsdorf / Eichenthal schon ein Jahr früher in Be- trieb. Darin unterscheidet er sich von den beiden anderen Bunkern in Wollenberg und Röhrsdorf. Er verblasst im Schatten des „Glanzes“ dieser, deren Bedeutung  aus operativ- strategischer Sicht seinerzeit weitaus höher zu bewerten war. Es wa- ren operative, finanzielle und ökonomische Gründe in der DDR und im Ausland die zu Änderungen in der Planung des Systems führten. Nach Fertigstellung des Bunkers der „302“ blieb er unter Berücksichtigung seines technischen Ausrüs- tungsgrades  im System „fast“ bedeutungslos. Bei Kenntnis der Sachlage ist dieser Umstand vermittelbar, den Besuchern erklärbar. Das hat weder etwas mit Sensa- tion oder Geheimnisvollen zu tun, noch ist es ein Grund für reißerische Titelzeilen in den Medien. Die gebotenen Erklä- rungen zu verstehen, sie zu werten bleibt allein Sache des Besuchers.  Dazu stehen ihm inzwischen seriöse Aussagen von Insidern im Internet und in der Literatur zur Verfügung.